Antihistaminika & Allergie-Medikamente
Juckende Augen, ständiges Niesen oder plötzlicher Ausschlag nerven einfach gewaltig. Sie kennen das sicher, wenn der Frühling losgeht oder man bei Freunden mit Katze auf dem Sofa sitzt. Das Immunsystem spielt dann bischen verrückt und feuert Alarmsignale ab, die man gar nicht gebrauchen kann.
Typische Allergiebeschwerden
Allergien zeigen sich bei jedem anders. Bei den meisten ist es Heuschnupfen, bei anderen rebelliert die Haut. Manchmal merkt man es sofort, manchmal schleicht es sich über Stunden an.
- Laufende oder verstopfte Nase
- Tränende, brennende Augen
- Quaddeln und Juckreiz auf der Haut
- Kratzen im Hals
Und man fühlt sich oft einfach schlapp, als ob eine Erkältung im Anflug wäre. Ist aber keine.
Wirkung von Antihistaminika
Wie helfen diese Tabletten oder Tropfen eigentlich? Ehrlich gesagt ist das Prinzip ziemlich simpel. Der Körper schüttet bei Kontakt mit Pollen oder Tierhaaren den Botenstoff Histamin aus. Genau dieser Stoff sorgt für die Schwellungen und das fiese Jucken. Antihistaminika blockieren die Rezeptoren, an die das Histamin andocken will. Klingt logisch? Ist es auch. Das Histamin schwirrt zwar noch im Blut rum, kann aber keinen Schaden mehr anrichten. Die Symptome lassen dann meistens rasch nach.
Müdigkeit und Wirkstoffe
Früher hatten Allergietabletten den Ruf, dass man sofort am Schreibtisch einschläft. Bei den älteren Wirkstoffen war das tatsächlich oft so. Aber bei den modernen Mitteln passiert das viel seltener. Wirkstoffe wie Cetirizin oder Loratadin wirken gezielt und machen im Alltag kaum noch schlapp. Wenn Sie trotzdem empfindlich reagieren, nimmt man die Tablette am besten einfach abends vor dem Schlafen ein. Dann stört es überhaupt nicht.
Verschiedene Darreichungsformen
Nicht immer muss es gleich eine Tablette sein. Es kommt ganz darauf an wo es genau zwickt.
- Nasensprays: Wirken super schnell direkt in der Schleimhaut, gut wenn alles dicht ist.
- Augentropfen: Brennen kurz, aber nehmen den Juckreiz oft in wenigen Minuten.
- Tabletten: Praktisch, wenn der ganze Körper reagiert oder mehrere Symptome zusammenkommen.
Manchmal reicht ein lokales Spray schon völlig aus, man muss nicht immer gleich Tabletten schlucken.
Tipps zur Einnahme
Wann nimmt man das Zeug am besten? Am klügsten ist es, die Mittel schon zu nehmen, bevor die Beschwerden richtig heftig werden. Wenn der Pollenflugbericht schon roten Alarm meldet, warten Sie nicht erst, bis die Augen tränen. Regelmässig eingenommen wirken viele Präparate einfach stabiler. Und trinken Sie ruhig ein ganzes Glas Wasser dazu, das hilft beim Schlucken. Sollten die Beschwerden trotz Medikamenten gar nicht besser werden, lohnt sich natürlich der Gang zum Arzt.